Sterne am Kunsthimmel von morgen
14 Mrz
Es gibt so viele Arten, kreativ zu sein.
Stephy (ohne die ich an manchen Tagen im Laden ganz schön ins Schwitzen käme) zum Beispiel hat eine unerschöpfliche Energie, die aus ihrem tiefsten Inneren zu sprudeln scheint. Sie hat schon ein abgeschlossenes Modestudium und steht nun mit ihren gerade mal 26 Jahren bereits kurz vor dem Diplom an der HAW (Hochschule für angewandte Wissenschaften) Hamburg im Bereich Illustration und Malerei. Ihre Bilder entstehen im Kopf. Plötzlich sind sie da, sagt sie. Und dann ist sie nicht mehr zu bremsen: mit Kohle skizziert sie bereits im Originalformat die wichtigstens Elemente des Bildes und überträgt diese dann unmittelbar auf Leinwand. Sie muss gar nicht mehr nachdenken. Die Farben kommen ganz automatisch beim Malen.
Ihre Bilder erzählen Geschichten. Alte, zum Teil schon vergessene Mythen aus Peru. Dort nämlich liegen Stephy´s Wurzeln mütterlicherseits. Von Generation zu Generation wurden diese Erzählungen, die die Vermengung von Naturglauben mit katholischen Einflüssen widerspiegeln, weitergereicht und beeinflussen das Leben in Peru noch heute.
In einer Serie von Bildern setzt sich Stephy intensiv mit diesem Thema auseinander. Sie besitzen eine unglaubliche Kraft, weil sie so persönlich sind.
Drei dieser Bilder werden aktuell im Rahmen einer Sammelausstellung in der Galerie im Grand Elysée in Hamburg gezeigt. Die Ausstellung mit Bildern von ausgewählten Studenten der HAW Hamburg, der HfbK Hamburg, der HfK Bremen und der Muthesius Kunsthochschule Kiel zum 10. Elysée Preis für Malerei ist noch bis einschließlich 19. März 2009 zu sehen – ein Abstecher lohnt sich!
"Malicacha und der Priester" (140 cm x 100 cm)
"Amerika und die heilige Rosa" (Diptychon: 140 cm x 140 cm)
"Titicaca" (100 cm x 140 cm)
Acryl auf Leinwand . Stephanie Linseisen . 2008
Herzlichen Glückwunsch natürlich auch an André Laame, der den diesjährigen Preis am 23. Feburar verliehen bekam. Es freut mich, dass ich ihm schon im Atelier bei einem der prämierten Bilder im Schaffungsprozess über die Schulter gucken durfte!



